Was bringt mir ein Newsletter?

Profi Tipps für einen guten Newsletter!

Jeder bekommt sie, meist sind wir von ihnen genervt: Newsletter! Es gibt aber immer wieder Newsletter, die ich gerne lese. Warum? Weil sie meine Bedürfnisse ansprechen, weil ich einen Mehrwert davon habe und weil ich neue Informationen erhalte, die mir etwas bedeuten. Wenn Sie solche Newsletter an Ihre Kunden verschicken wollen, dann sollten Sie den folgenden Expertinnentipp lesen.

Lohnt sich der Aufwand überhaupt?
Ob sich der Aufwand, einen Newsletter zu schreiben, zu gestalten und zu versenden, überhaupt lohnt, hängt ganz wesentlich von zwei Faktoren ab:

  1. Haben Sie die richtigen E-Mail-Adressen?
  2. Können Sie Inhalte anbieten, die gerne gelesen werden?

Wenn Sie beide Fragen mit einem herzhaften Ja beantworten können, dann sollten Sie ganz schnell loslegen!

Die korrekte Adresssammlung
Nicht nur seit der neuen Datenschutzgrundverordnung gibt es eine klare Regelung, an wen Sie Ihren Newsletter senden dürfen: nur an Personen, die Ihnen schriftlich die Genehmigung erteilt haben. Das kann auf einem Blatt Papier erfolgt sein, das sie bitte sorgfältig aufbewahren. Der übliche Weg ist jedoch ein Formular auf Ihrer Website. Wenn Sie mit einem professionellen Newsletter-Versender arbeiten, dann wird Ihnen die Liste der korrekten Anmeldungen zur Verfügung gestellt.

Im Anmeldeformular dürfen Sie lediglich die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld kennzeichnen. Alle anderen Angaben können Sie abfragen, müssen aber nicht beantwortet werden.

Es gibt noch viele Vorschriften mehr, auf die ich hier nicht eingehen möchte. Sie sind ganz leicht unter den Stichworten „Newsletter versenden“ und „rechtssicher“ im Internet zu finden.

Spannende Inhalte nach der 80:20-Regel
Als Werbetexterin, spezialisiert auf das Schreiben von Newsletter, ist es mir eine Herzensangelegenheit, hier über die Inhalte eines erfolgreichen Newsletters zu schreiben. Deshalb lasse ich jetzt mal das Rechtliche beiseite und komme lieber ganz schnell zum Inhalt.

Natürlich möchte jeder über einen Newsletter auf sein Angebot, seine Waren oder Dienstleistungen aufmerksam machen. Traurige Nachricht: das liest keiner gerne.

Was lesen Sie denn gerne in einem Newsletter? Informationen, die Sie noch nicht hatten, aber brennend interessieren. Das können neue Erkenntnisse über das Insektensterben sein und was jeder aktiv dagegen tun kann oder die neue Gummimischung der Breitreifen für Ihren Sportwagen.

Ihre Kunden wollen einen Nutzen, einen Mehrwert haben, sonst ist der Newsletter nur lästig. Natürlich soll die ganze Arbeit, und ein guter Newsletter macht wirklich viel Arbeit, nicht nur Entertainment sein. Ein guter Teil Mehrwert ist schon, dass Ihr Name, Ihr Firmennamen mit etwas Positivem in Verbindung gebracht wird. Das allein ist schon Gold wert. Aber ganz ohne Eigenwerbung müssen Sie den Newsletter nicht versenden, wenn Sie sich an die 80:20-Regel halten:

  • 80% Nutzen für den Leser
  • 20% Eigenwerbung

Erfolgreiche Inhalte
Bieten Sie Ihren Lesern Lösungen zu Problemen aus dem Alltag an. Jede Unternehmerin hat ein Spezialgebiet, in dem sie sich auskennt, wie keine zweite. Nutzen Sie den Trick des Perspektivwechsels: Versetzen Sie sich in die Situation Ihrer Kundin. Was haben Sie neulich in einem Telefonat mitbekommen? Wo zwickt eine Kundin der Schuh? Was bewegt sie oder ihn? So kommen Sie schnell auf Themen, zu denen Sie Lösungen aus Ihrem Erfahrungsschatz anbieten können.

Keine Problembären
Formulieren Sie unter allen Umständen positiv! Kein Mensch will einen Problembären sehen. Wir alle wollen es leichter, einfacher, bequemer haben. Aus einem Problem wird positiv ausgedrückt eine Herausforderung, ein Missstand verwandelt sich in eine Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren. Euphemismus ist übrigens die Kunst, alles positiv auszudrücken. In meiner Zeit als Texterin für Modekataloge wurde aus einer kratzigen Hose eine robuste, strapazierfähige Hose. Alles kann man positiv ausdrücken.

Kein Newsletter ohne Bilder
Niemand liest gerne lange Texte. Deshalb unterteilen Sie Ihren Newsletter mit Bildern, die Ihre Themen unterstreichen oder die einfach nur neugierig machen. Im besten Fall sind sie sogar humorvoll. Verwenden Sie nur Bilder, an denen Sie die Rechte haben. Auch dazu informieren Sie sich bitte gründlich im Internet. Dazu reicht der Platz hier nicht. Und ich möchte Ihnen doch noch so dringend etwas zum Schreiben mitgeben.

Kurze Texte sind viel schwieriger als lange Texte
„Lieber Freund, ich schreibe dir heute einen langen Brief, für einen kurzen habe ich keine Zeit.“ Dieses Zitat wird Blaise Pascal zugeschrieben, manchmal auch Friedrich Schiller. Wer auch immer es geschrieben hat, die Botschaft ist klar: Kurze Texte sind viel schwerer als lange Texte. Und trotzdem: Halten Sie sich kurz! Schreiben Sie kurze Sätze, machen Sie kurze Absätze, kommen Sie zum Punkt, so schnell es geht. Keine lange Einleitung, Thema vorstellen und los!

Zum Schluss noch einmal das Wichtigste:

  • Verschenken Sie Ihr Fachwissen (bis zu einem gewissen Punkt)
  • Gestalten Sie den Newsletter ansprechend
  • Halten Sie sich an die gesetzlichen Vorgaben
  • Seien Sie mit Leidenschaft und Freude dabei

Viel Erfolg und Freude beim Verfassen von Newsletter.

Lisa Fenger

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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