Visitenkarten: Tauschgeschäfte im Format 85x50mm

Es gibt Rituale, die sind auch im 21. Jahrhundert noch angesagt. Das Überreichen von Visitenkarten im Geschäftsleben ist so eine Tradition.

Neben dem Austausch von Kontaktdaten geht es auch um die Geste des Gebens und Nehmens, um Wertschätzung und nicht zuletzt um eine angenehme Selbstdarstellung. So kann schon zu Beginn einer Begegnung eine positive Stimmung entstehen.

Das Outfit der Visitenkarte

Ihre Visitenkarte repräsentiert Sie selbst! Deshalb ist es wichtig, ihr schon bei der Gestaltung die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Das fängt bei der Papierqualität an. Das Material sollte sich gut anfühlen und nicht zu dünn sein. Farbwahl, corporate identity, Schrifttyp- und Größe sind weitere Aspekte, die für einen guten Eindruck sorgen. Als Tipp: lassen Sie sich von einem Profi bei der Gestaltung beraten – nach meiner Erfahrung eine lohnende Investition.
Das Standardmaß für eine Visitenkarte beträgt 85 x 45 Millimeter. Die Größe von 100 x 60 Millimeter sollte nicht überschritten werden, da sie sonst nicht in die üblichen Archivierungssysteme passt. Minikarten und quadratische Formate lassen sich nicht einfach archivieren.

Viel ist nicht unbedingt besser

Es ist erstaunlich, wie viele Informationen auf manche Visitenkarte gepresst werden:
Vorname, Name, Titel, Position, Abteilung, Privatadresse, Firmenadresse, Privattelefon, Firmentelefon, Fax-, Mobilnummer, alle acht E-Mail-Adressen, das Familienwappen… und alles zur – vermeintlich – besseren Lesbarkeit in fünf verschiedenen Schrifttypen, vier unterschiedlichen Schriftgrößen und vor allem schön bunt!
Gestalten Sie Ihre Visitenkarte klar und übersichtlich; sie liefert wichtige Informationen über Sie.

Name, gegebenenfalls Titel
Position
Abteilung
Geschäftsadresse
Telefon-/Mobilnummer
Mailadresse

Das reicht völlig. Wer viele Informationen verteilen muss, ist vielleicht mit zwei Karten gut unterwegs, eine private und eine geschäftliche. Oder Sie nutzen Klapp-Visitenkarten, die viermal so viel Platz wie eine herkömmliche bieten.
Wenn Sie beruflich häufig im Ausland unterwegs sind, können zweisprachige Karten eine gute Lösung sein. Dabei wird die Rückseite in englischer oder der jeweiligen Landessprache bedruckt. Wichtig hier: Das Länderkürzel D- für Deutschland entfällt. Schreiben Sie stattdessen Germany unter die Adresse. Beachten Sie auch, dass das Handy im englischen mobile phone, kurz mobile und im amerikanischen cellular phone, kurz cellphone heißt.

Vom Geben und Nehmen

Beim Umgang mit den kleinen Kärtchen gibt es aber doch so manchen Stolperstein. Lesen Sie hier, mit welchem Verhalten Sie Pluspunkte sammeln können:

  • Bei geschäftlichen Begegnungen reichen Sie Ihre Karte grundsätzlich gleich bei der Vorstellung – ohne große Gesten und Kommentare.
  • Beachten Sie die Rangfolgen – als rangniedrigere Person überreichen Sie Ihre Karte zuerst.
  • Auf Messen, Kongressen oder ähnlichen Veranstaltungen ist der Austausch auch am Ende der Begegnung sinnvoll.
  • Die Schrift sollte zum Empfänger zeigen und selbstverständlich überreichen Sie eine makellose Karte – ohne Eselsohren oder Flecken.
  • Die Ihnen gegebene Karte nehmen Sie sie wie ein Geschenk entgegen und lesen Sie sie sofort.
  • Übernehmen Sie einen etwaigen Titel in die Anrede.
  • Haben Sie einen ausreichenden Vorrat dabei. Am besten gut verstaut in einem schönen Visitenkarten-Etui
  • Sind Sie an einem weiteren Kontakt mit einem Gesprächspartner interessiert, bieten Sie den Visitenkartentausch ruhig offensiv an.
  • Seien Sie im privaten Bereich zurückhaltend mit Ihren Geschäftskarten
  • Verwenden Sie im Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern zweisprachige Visitenkarten
  • Im asiatischen Raum werden Visitenkarten mit beiden Händen und einer leichten Verbeugung überreicht.
  • Wer eine Karte erhält, gibt auch eine zurück.
  • Handschriftliche Änderungen, weil sich beispielsweise die Mobilnummer geändert hat, sind unprofessionell.

Es ist übrigens legitim, sich nach einem Gespräch Notizen auf der Rückseite der Visitenkarte zu machen. Das erleichtert bei einem weiteren Kontakt die Kommunikation. Nutzen Sie den Informationsgehalt der Karte.

Zum Schluss noch einmal das Wichtigste:

Eine Visitenkarte ist ein wichtiger Bestandteil der beruflichen Identität. Die Nichtbeachtung der Karte entspricht einer Nichtbeachtung der Person.

Ich wünsche Ihnen nun viel Erfolg dabei, Ihre Visitenkarten gekonnt unters Volk zu bringen, dort gehören Sie nämlich hin. Lieber eine Karte mehr verteilen, als zu sparsam zu sein. Nutzen Sie dieses kleine Stückchen Papier, um Ihr Netzwerk zu erweitern und Kontakte zu knüpfen.

Marlies Smits

Marlies Smits - Benehmensberatung
Marlies Smits
Benehmensberatung

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